- KVV spendet vier gebrauchte Fahrzeuge, Stadt Kassel ein neues
- Hilfe zur Aufrechterhaltung der Versorgungsinfrastruktur
- KVV hilft seit Beginn des Krieges
Kassel, 22. Januar 2026. Die ukrainische Stadt Schytomyr kann sich über fünf Transport- und Baustellenfahrzeuge aus Kassel freuen. Spender sind die Kasseler Verkehrs- und Versorgungs-GmbH (KVV) und die Stadt Kassel. Anlass ist die im Mai 2025 zwischen beiden Städten geschlossene Solidarpartnerschaft. Erste Ideen über eine mögliche Fahrzeugspende wurden bei der offiziellen Kasseler Delegationsreise nach Schytomyr Mitte August besprochen.
Die KVV spendet vier gebrauchte Transport- und Werkstattfahrzeuge der Städtische Werke Netz + Service (NSG), die Stadt Kassel einen neuen Mercedes Sprinter. Er wurde über eine Förderung des Bundes angeschafft. Zum Einsatz kommen die fünf Kasseler Fahrzeuge bei der ZhytomyrTeploKomunEnergo, ein wie die KVV kommunales Versorgungsunternehmen, das die Stadt und ihre Bewohner unter anderem mit Wärme und Elektrizität versorgt. Gebraucht werden die Fahrzeuge, um möglichste schnell Fachleute und Material zu durch Angriffe zerstörte Infrastrukturanlagen zu transportieren.
„In unserer Partnerstadt Schytomyr kam es zwischen Beginn dieser Heizperiode und 31. Dezember schon zu mehr als 1.000 ungewollten Abschaltungen und Versorgungsausfällen. Das ist nicht nur eine humanitäre Notlage, sondern auch ein enormes logistisches Problem. Mit Hilfe der Kasseler Fahrzeuge wird der lokale Energieversorger Ausfälle nun schneller beheben können“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Sven Schoeller.
KVV-Geschäftsführer Carsten Harkner ergänzt: „Bei der Delegationsreise im August haben wir die Probleme und die Not der Menschen sehen müssen. Uns allen war klar, dass eine Solidaritätspartnerschaft mehr braucht als Worte. Solidarität heißt, konkret zu helfen. Deshalb freuen wir uns, dass die Fahrzeuge nun Ende Januar per LKW an ihren Bestimmungsort gelangen.“
Zusätzlich zu den Fahrzeigen spendet die KVV 14 Photovoltaik-Panels inklusive der notwendigen Wechselrichter. Die Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 5,6 Kilowatt sind damit sofort einsatzfähig und können vor Ort netzunabhängig Strom produzieren. Die KVV hatte schon zu Beginn des Krieges der Ukraine mit Sachspenden geholfen. Direkt nach Beginn der Angriffe und der ersten Zerstörungen der Versorgungsinfrastruktur hat die KVV-Tochter NSG Transformatoren und anderes technisches Material in das osteuropäische Land geschickt.
